Laufbahn
Schön, dass du das hier liest.
meine Geschichte
Hallo, ich bin Kim. Kara ist mein zweiter Vorname – beide Namen sind für mich stimmig. Ich benutze die Pronomen sie / ihr.
Ich bin weiß, able-bodied, First-Generation Academic und in Deutschland sozialisiert.
Yoga und Klang sind für mich Wege der Rückverbindung – zum Körper, zum Atem und zu dem, was jenseits von Leistung, Optimierung und Selbstverwertung liegt.
Mein eigener Weg war geprägt von Brüchen, innerer Unruhe und der Suche nach Sinn. Lange war Yoga für mich vor allem eine körperliche Praxis. Erst mit der Zeit wurde daraus ein Raum für Ehrlichkeit, Regulation und echte Veränderung.
Yoga lädt uns ein, dem Schmerz nicht auszuweichen, sondern ihm bewusst zu begegnen – und darin Handlungsspielräume, Verantwortung und Freiheit zu entdecken. Die Yoga Sutras nach Patanjali verstehe ich dabei als eine präzise ethische Anleitung für das Leben: für uns selbst und im Miteinander, als Einladung zu bewusster und verantwortungsvoller Handlung.
Heute halte ich Räume für Menschen, die langsamer werden möchten, die wieder fühlen wollen und die sich nach Tiefe, Präsenz und innerer Klarheit sehnen. Meine Arbeit ist ruhig und achtsam – getragen von Respekt, Verantwortung und der Überzeugung, dass alles Wesentliche bereits in uns angelegt ist.
Mir ist es ein zentrales Anliegen, die Wurzeln des Yoga zu ehren. Yoga ist für mich kein Sport und kein konsumierbares Wellness-Produkt, sondern ein vielschichtiger, lebendiger Weg mit kulturellen, spirituellen und philosophischen Ursprüngen.
Als weiße Yogaschülerin verstehe ich meine Praxis und Arbeit als fortlaufenden Lernprozess: zuhören, reflektieren, Machtverhältnisse sichtbar machen und die anhaltende Unterdrückung von BIPOC anderen marginalisierten Gruppen nicht zu ignorieren.
Yoga erkennt Leid an – persönlich wie auch kollektiv – und zeigt zugleich Wege, wie wir trotz innerer und äußerer Begrenzungen Freiheit kultivieren können. Er kann stützen und halten und uns in eine tiefere Verbindung mit uns selbst, anderen Lebewesen und der Welt bringen.
Er fordert uns heraus, nicht aufzuhören zu lernen und unsere Werte und Privilegien immer wieder zu hinterfragen.
So soll der Yoga-Weg nie zu Ende gehen – bleiben wir immer Schüler*innen.
In Demut und Dankbarkeit gegenüber dem Yoga und all jenen, die diesen Weg vor uns gegangen sind und die Lehren an uns weitergetragen haben.
Om Shanti Shanti Shanti Om